Rechenbeispiel: Dachsanierung Kosten

Dachsanierung Kosten
Foto: Mario Ohibsky auf Pixabay

Seit die große Koalition das neue Klimapaket auf den Weg gebracht hat, ist die Diskussion um die Rentabilität von Dämmmaßnahmen und speziell zum Thema Dachsanierung Kosten erneut entbrannt. Dies ist nachvollziehbar, da die Energiepreise durch CO2-Abgabe in Zukunft deutlich steigen werden und eine große Anzahl an Hausbesitzern durch eine Dachsanierung Kosten in Zukunft sparen können. Hinzu kommt, dass Maßnahmen für eine energetische Dachsanierung durch zwischenzeitlich erhöhte Zuschüsse gefördert werden und somit Hausbesitzer bei entsprechenden Maßnahmen vom Staat massiv unterstützt werden. Wir haben nachfolgend Rechenbeispiele für die Kosten einer energetischen Dachsanierung unter Verwendung verschiedener Dämmmaßnahmen exemplarisch aufgeführt.

Welche Dachsanierungen werden durch einen Zuschuss gefördert?

Die KfW-Bank bietet als finanzielle Förderung und Unterstützung für Kosten der Dachsanierung in Form von attraktiven Zuschüssen und günstigen Krediten an. Zuschüsse müssen grundsätzlich nicht zurückgezahlt werden. Die Förderdarlehen der KfW-Bank unterstützen ein Vorhaben durch niedrige Zinsen und drücken so bei der Dachsanierung Kosten für den Hausbesitzer. Daneben gibt es noch weitere Förderprogramme, wie zum Beispiel für Solarthermie durch die BAFA. Zusätzlich bieten ein Reihe von Kommunen ebenfalls Förderungen an, die aber regional sehr unterschiedlich ausfallen können.

Um bei der Dachsanierung Kosten sparen zu können, bietet sich aber in der Hauptsache das Programm 430 der KfW-Bank an. Das Programm bietet einen Zuschuss an, der neuerdings je nach Vorhaben bis zu 48.000 Euro betragen kann und so bei der Dachsanierung Kosten erheblich reduzieren kann. Das Programm richtet sich in erster Linie an Privatleute, die energetisch sanieren möchten. Der Zuschuss wird entweder für eine energetische Einzelmaßnahmen bei der Dachsanierung gewährt oder wenn durch eine geplante Modernisierung ein KfW-Effizienzhaus-Standard erreicht werden kann.

Was bedeutet das konkret für eine Dachsanierung?

Im konkreten Fall können bei der Dachsanierung Kosten für die folgenden Maßnahmen Zuschüsse gewährt werden:

  • Erneuerung Dachdämmung – dies ist auch in Kombination mit einer neuen Dacheindeckung möglich
  • Erneuerung auf energetische Dachfenster

Daneben können bei der Dachsanierung Kosten für folgende begleitende Maßnahmen durch die KfW-Förderung gedeckt werden:

  • Baunebenkosten
  • Wiederherstellungskosten
  • Beratungs-, Planungs- und Baubegleitungsleistungen

Wie stellen sich die Kosten einer Dachsanierung nun real dar?

Bei unserer Beispielrechnung handelt es sich um ein Wohnhaus, bei dem ohnehin die Sanierung der Eindeckung anstand. Wobei rund 245 Quadratmater Dachfläche und rund 185 Quadratmeter Dämmfläche zu erneuern wären. Dabei hat der Handwerker zuerst die sogenannten „Ohnehinkosten“ konkret durchgerechnet. Bei pauschalen Berechnungen werden diese in der Regel deutlich zu niedrig angesetzt. In der Berechnung schlagen nun die Dacheindeckung, das Gerüst sowie die Personalkosten inklusive der Dachabdeckung bereits mit 25.614,79 Euro zu Buche. Das entspricht einem Preis von 104,57 Euro pro Quadratmeter Dach.

Bei den Heizkosten gibt es durch diese nicht EnEV-konforme Maßnahme keine Ersparnis. Die bauteilbezogenen Heizkosten ohne Dämmung liegen bei 1.702,89 Euro im Jahr. Dieser Wert entspricht in allen Rechenbeispielen dem finanziellen Gegenwert der Energie, die in einem Jahr durch das Dach verloren geht. Er variiert also mit den aktuellen Energiepreisen. Entscheidet sich der Bauherr für eine Dämmung, kommen Mehrkosten, aber auch Heizkosteneinsparungen auf ihn zu. Dies sei hier beispielhaft an drei Varianten durchgespielt, die auf der Basis der momentanen Energiepreise durchgerechnet wurden.

Fall 1: Dachsanierung mit EnEV-konformer Zwischensparrendämmung

Zur Verwendung kommt bei dieser angenommen Variante eine Mineralfaserdämmung der WLS 035 (= Wärmeleitstufe) in einer Stärke von 200 Millimeter zwischen den Sparren. Durch diese Maßnahme erreicht das Dach den von der EnEV vorgegebenen U-Wert von 0,24 W/(m2K). Für Sparrenaufdoppelung, Dämmmaterial, Unterdeckbahn liegen die Zusatzkosten für die Dachsanierng bei 8.573,25 Euro. Wobei in allen besprochenen Varianten je nach Region und Fachbetrieb bei der Dachsanierung Kosten für das Personal variieren können.

Unterm Strich für diese Dachsanierung Kosten die kompletten Maßnahmen 34.188,04 Euro. Das entspricht einem Preis von 139,57 Euro pro Quadratmeter Dach. Diesen Mehrkosten stehen jedoch Einsparungen bei den Heizkosten gegenüber. Sie liegen bauteilbezogen bei 7,80 Euro pro Quadratmeter und sinken damit auf 257,04 Euro im Jahr. Mit der jährlichen Gesamtersparnis von 1.445,85 Euro hätte sich der Aufpreis für die Dämmaßnahme rechnerisch bereits nach rund sechs Jahren amortisiert.

Dämmmaterial mit hohem Dämmwert
Mit diesem Dämmmaterial mit hohem Dämmwert (Polyurethan mit WLS 023) erreichte man hier bei nur 160 mm Elementdicke einen zuschussfähigen U-Wert von 0,13 W/(m2K). Foto: Linzmeier Bauelemente

Fall 2: Was kostet ein neues Dach mit Aufsparrendämmung?

Hier entscheidet sich der Bauherr für eine effizientere PUR-Aufsparrendämmung der WLS 023 in 100 Millimeter Stärke. Trotz geringer Dämmdicke erreicht man den U-Wert 0,20 W/(m2K). Für diese hier aufgeführten Kosten der Dämmmaßnahme beziehen sich in der Beispielrechnung auf den Dämmstoff Linitherm PAL Polymer von Linzmeier. Der Aufpreis steigt nun auf 9.296,16 Euro inklusive Montage. Damit liegen die Dachsanierung Kosten bei 34.910,95 Euro, was einem Quadratmeterpreis von 142,52 Euro entspricht. Gleichzeitig sinken mit dem besseren U-Wert die bauteilbezogenen Heizkosten im Vergleich zum ungedämmten Dach um 8,03 Euro pro Quadratmeter. Dies entspricht bauteilbezogenen Heizkosten von 214,20 Euro und damit einer jährlichen Einsparung von 1.488,69 Euro.

Die Dachsanierung Kosten bei dieser Zusatzdämmung hätten sich nach rund sechseinviertel Jahren amortisiert. Nach dieser Zeit spart der Bauherr weiterhin an Heizkosten, kann bei Variante zwei also 1.488,69 Euro im Jahr als Plus verbuchen – eine Rendite, von der man selbst in besseren Zeiten nur träumen kann. Dieser Effekt verstärkt sich noch, wenn die Energiepreise durch CO2-Abgabe deutlich ansteigen werden.

Mit diesem Dämmmaterial mit hohem Dämmwert (Polyurethan mit WLS 023) erreichte man hier bei nur 160 mm Elementdicke einen zuschussfähigen U-Wert von 0,13 W/(m2K). Foto: Linzmeier Bauelemente

Fall 3: Dachsanierung PUR/PIR-Dämmung mit KfW-Förderung

Noch attraktiver werden die Dachsanierung Kosten, wenn der Bauherr dank einer größeren Dämmdicke einen KfW-Zuschuss beantragen kann. Die KfW gewährt bei der Dachsanierung eine Fördersumme von 10 Prozent der Gesamtkosten, wenn der Dach-U-Wert bis auf 0,14/W/(m2K) gesenkt wird. Die Obergrenze der Fördersumme liegt bei 10.000 Euro pro Einzelmaßnahme. Im Falle einer Effizienzhaussanierung kann man hier sogar 40 Prozent der förderfähigen Kosten als Zuschuss erhalten – das entspricht dann 48.000 Euro. Hier nun sieht die Rechnung mit Linitherm PAL Polymer in einer Stärke von 160 Millimeter wie folgt aus:

Die Dachsanierung Kosten steigen bei einem U-Wert von 0,13 W/(m2K) im Vergleich zur ungedämmten Variante um 11.744,05 Euro auf 37.358,84 Euro. Mit Honorar für den Energieberater muss der Bauherr theoretisch 37 608,84 Euro für Sanierung und Energieoptimierung bezahlen. Zu dieser Summe schießt die KfW-Bank 7.471,77 Euro – also 20% – zu. Unterm Strich bleiben Dachsanierung Kosten von 29.887,07 Euro. Damit ist mit einem Quadratmeterpreis von 124,53 Euro diese Variante sogar wesentlich günstiger als Variante eins und zwei.

Bei den bauteilbezogenen Heizkosten von 8,44 Euro pro Quadratmeter fallen hier für den Energieverlust über das Dach also nur noch Kosten in Höhe von 139,23 Euro an. Die Heizkostenersparnis im Vergleich zur ungedämmten Variante vergrößern sich damit auf jährlich 1.563,66 Euro. Die Amortisationszeit für diese Dämmmaßnahme schrumpft auf etwa fünfeinviertel Jahre. Danach hat der Hausbesitzer jedes Jahr rund 1.550 Euro mehr in der Tasche – ein Betrag, der mit der Energiepreisentwicklung in Zukunft noch deutlich höher ausfallen wird.

Bei diesem Bestandsgebäude wurde die Variante 3 gewählt: Das Dach wurde abgedeckt und die alte Zwischensparrendämmung entfernt. Foto: Linzmeier Bauelemente

Dachsanierung Kosten ein Fazit

Die gesetzliche Pflicht zur Dachdämmung besteht erst seit 2002 für alle Wohnhäuser die nach dem Stichtag 01.02.2002 erworben wurden. Danach sind die neuen Hausbesitzer dazu verpflichtet, eine Dämmung des Daches oder der obersten Geschossdecke durchzuführen und sollten von vorne herein für eine Dachsanierung Kosten beim Kaufpreis einplanen. Für alle Gebäude aus dem Bestand mit Ursprungsbesitzer sind diese entsprechenden Maßnahmen weiterhin freiwillig. Allerdings lohnen sich diese Maßnahmen und das nicht nur um dem Gesetz Rechnung zu tragen. Auch auf die jährliche Abrechnung der Heizkosten wirkt sich dies positiv aus. Wie unsere Rechenbeispiele zeigen amortisieren sich sämtliche gezeigten Maßnahmen bereits nach wenigen Jahren. Zudem unter Berücksichtigung zukünftig veränderter gesetzlicher Bestimmungen was den Klimaschutz angeht ist eine Investition in eine Dachsanierung gut angelegtes Geld.

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