Stark und autark: Das Hauskraftwerk

Tablet zeigt Stromfluss
Foto: e3dc

Eine intelligente Steuerung mittels Hauskraftwerk kann die Nutzung von Photovoltaik optimieren: Je besser ­Heizung, Haushaltsstrom und ­Elektro­mobilität gekoppelt sind, desto unabhängiger versorgt das Hauskraftwerk Hausbesitzer mit Energie. Schluss mit Fossil. Die Zukunft gehört der erneuerbaren Energie. Dabei heizt Ökostrom nicht nur das Haus per Wärmepumpe. Es bringt auch Elektrogeräte zum Laufen und füllt den Akku des Elektroautos. Als Alternative dient Netzstrom vom Energieversorger.

Das Kraftwerk im Haus

Zu hundert Prozent dezentral und umweltfreundlich ist eine eigene Photovoltaikanlage auf dem Dach zusammen mit einer leistungsfähigen Speicher- und Ladelösung im Keller oder in der Garage. Spätestens wenn Besitzer ein Elektrofahrzeug für tägliche Wege mehrheitlich mit eigenem Sonnenstrom laden möchten, sind üppige Akkukapazitäten und Ladeleistungen im Haus nötig. Das verspricht eine gute CO²-Bilanz und eine weitgehende Selbstversorgung mit Ökostrom vom eigenen Dach.

Hauskraftwerk mit 3 in 1

Ein Anbieter solcher Lösungen ist die Firma E3/DC – ein großer Akteur im Bereich Elektroinstallation. E3/DC ist eine ehemalige Ausgründung des Autobauers Karmann in Osnabrück und gehört heute zur Hager Group. Das Unternehmen bietet Privathaushalten drei Lösungen für die Selbstversorgung mit PV-Strom an. Die All in One Hauskraftwerke der S10-Reihe vereinen folgende Funktionen: den Solarstrom-Wechselrichter, einen Stromspeicher und ein intelligentes Energiemanagement. Die Ladung des Elektromobile mit Sonnenstrom erfolgt über eine Wallbox.

Ladepower fürs E-Auto

Dank guter Dämmung und immer effizienteren Wärmepumpen sinkt der Strombedarf moderner Einfamilienhäuser stetig. Wer vor allem eigenen Sonnenstrom in sein E-Auto laden will, der braucht mehr Speicherkapazität als bisher üblich. So wie beim Haus von Familie Korneck: Die Photovoltaikanlage und das zugehörige S10 Hauskraftwerk sind so konzipiert, dass das Elektroauto die überwiegende Zeit des Jahres nur selbst produzierten Ökostrom tankt.

Um dies zu erreichen, müssen alle Komponenten des Hauskraftwerks aufeinander abgestimmt sein. Von der Leistung der Photovoltaikanlage über die Kapazität der Akkuspeicher bis zu den erhöhten Ladeströmen an der Wallbox, die das Auto lädt. Daraus folgen nicht nur kurze Wartezeiten bei der Ladung des Akkus. Am Ende ist so kein Strom aus dem Netz nötig, um den Ladevorgang zu beschleunigen.

Das Plus an Ladeleistung

Die Lösungen von E3/DC sehen für die elektromobile Zukunft PV-Anlagen mit bis zu 20 Kilowatt Spitzenleistung (kWp) vor. Das ist rund doppelt so viel, wie bisher für Privathaushalte maximal üblich. Die in mehreren Modulen installierbare und im Nachgang erweiterbare Speicherkapazität beträgt bis zu 39 Kilowattstunden. Eine Besonderheit steckt in der Ladeleistung der Wallbox. Sie kann den Akku des Elektroautos aus der Hausbatterie und/oder der Solaranlage mit bis zu neun Kilowatt Leistung laden. Damit fließt innerhalb von zwei Stunden genug Eigenstrom für rund 100 Kilometer Fahrleistung. Mit Netzstrom sind Ladeleistungen bis zu 22 kW möglich. Viele andere Batteriespeicher geben deutlich weniger elektrische Leistung ab und laden den Akku eines E-Autos so viel langsamer. Dies fällt in den Daten vieler Anlagen nicht sofort ins Auge.

Sicherheit bei Stromausfall

Das Hutschienenmodul KNX Connect dient der Einbindung des Hauskraftwerks in Smarthome-Systeme. Damit sind Funktionen möglich, die den Eigenstromanteil zusätzlich steigerbar machen. So können Verbraucher zum Beispiel Leistungs- und Energiewerte abfragen und die Batterieladung/-entladung über das Zu- oder Abschalten steuern. Noch ein Vorteil: die Berücksichtigung von Wetterprognosen, die den Ladevorgang der Batterien beeinflussen. Eine besonders smarte Funktion ist die Einbindung von SG Ready-fähigen Wärmepumpen. Dies geschieht über KNX. Schließlich ist die flexible Umwandlung des Ökostroms vom eigenen Dach in Wärme eines der größten Potenziale der Technik. So lassen sich etwa die Ladeströme der Heizung und eines Elektroautos an der Wallbox priorisieren. Die Hauskraftwerke von E3/DC sind in der Regel mit dem Smarthome-System Mygekko verbunden. Passende Visualisierungen konfiguriert das System vorab, sodass Bewohner die Energieströme auf dem Display verfolgen können.

Die Tri-Link-Technologie der Hauskraftwerke von E3/DC sichert die Stromversorgung beim Ausfall des Stromnetzes. Je nach Ausführung versorgen sie einphasige Geräte wie Kühlschrank, Beleuchtung und Kommunikationselektronik. Ebenso geht dies mit dreiphasigen Geräten, wie Kochfeld und Backofen. Scheint während des Stromausfalls die Sonne, lädt sich der Akkuspeicher des Hauskraftwerks selbst nach.

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