Tatort Photovoltaikanlage

Tatort Photovoltaik

Über eine lange Zeit stand bei den meisten Hausbesitzern die attraktive Solarrendite im Fokus. Jeder wusste, dass das Investitionsrisiko überschaubar war, denn die Photovoltaik-Anlagen sind technisch ausgereift und langlebig. Diese Vorteile hatten mittlerweile Banken und Sparkassen erkannt, weshalb sich Photovoltaik-Anlagen günstig finanzieren ließen. Und die staatlich gesicherte Einspeisevergütung löste einen wahren Boom aus, der im Dezember 2011 seinen Höhepunkt fand.

Da die Politik die Subventionen deutlich zurückfährt, lohnt es sich, vermehrt auf die Rahmenbedingungen und auch die Qualität der eingesetzten Module zu achten. Erst dann profitieren auch Umwelt und Klima von diesem Engagement, das zur Ressourcenschonung beitragen soll.

Wie gesagt, eine gute Rendite lässt sich letztlich nur dann erzielen, wenn der Solar-Ertrag stimmt. Dieser wird von einigen zentralen Faktoren bestimmt. Als Faustformel wird zum Beispiel in Deutschland mit einem Strahlungsangebot von 1000 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr gerechnet. Zum Vergleich: In der Sahara sind es über 2200 Kilowattstunden. Dort müsste man sich also keine weiteren Gedanken über Effizienz machen.

PV-Anlage aufstellen: Je höher, desto besser

Was muss bei der Wahl des Aufstellorts beachtet werden, wenn Sie Strom erzeugen wollen? Da über die Hälfte der Globalstrahlung aus diffusem Licht besteht, erhält die Solaranlage umso mehr Licht, je höher sie über dem Erdboden installiert wird und über den Horizont hinausragt. Auf diese Weise lassen sich Einbußen durch Verschattungseffekte umliegender Gebäude oder Bäume auch bei tief stehender Sonne vermeiden.

Bei einer festen Ausrichtung der Photovoltaikmodule auf dem Dach gelten in Deutschland ein Neigungswinkel von 30 Grad und die Ausrichtung nach Süden als optimal. Doch generell geeignet sind auch Dächer mit einem Neigungswinkel zwischen 20 und 50 Grad, deren Ausrichtung zwischen Südost und Südwest liegt. Die Einbußen zum optimalen Ertrag sind mit bis 10 Prozent nur relativ gering; bei Ost- oder Westausrichtung ist mit etwa 20 Prozent Abschlag zu rechnen.

Ertragsverluste vermeiden

Ertragseinbußen aufgrund einer von Süden abweichenden Installation können in beiden Fällen über eine Erhöhung der Modulfläche ausgeglichen werden. Eine an der Südfassade senkrecht montierte Anlage liefert nur etwa 70 Prozent des Maximalertrags.

Beachtet werden muss bei der Standortwahl zudem, dass selbst kleinste Schatten zu erheblichen Leistungseinbußen führen können, da die schwächste Solarzelle die Stromstärke vorgibt. Ist diese beschattet, sinkt folglich die Gesamtleistung der Anlage drastisch ab. So könnte bereits ein Antennenschatten die Leistungsfähigkeit einer Photovoltaik-Anlage um 10 bis 50 Prozent senken.

Informationen zu den einzelnen Förderprogrammen für Photovoltaik finden Sie unter www.kfw.de.

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